Bettina Wolpensinger - Mediation Beratung Coaching

Ich bin sowohl Ingenieurin als auch Mediatorin. Meinen Hauptberuf als Ingenieurin im Bereich Solarforschung übe ich in Teilzeit aus. Meine Aktivitäten als Mediatorin erstrecken sich derzeit vor allem auf den Bereich der Flüchtlingsunterstützung bzw. die Unterstützung von Freiwilligen in der Flüchtlingshilfe. Ein Baustein meiner Arbeit ist die Leitung von Seminaren mit freiwilligen Helferinnen und Helfern im Raum Hannover und Umgebung.

 

Nachdem ich meine ersten 30 Jahre in Süddeutschland und der Schweiz verbracht hatte, führte mich mein Weg dann nach Australien. In den sieben Jahren Down Under arbeitete ich an zwei unterschiedlichen Universitäten, meine beiden Kinder wurden auch dort geboren. Seit 2005 leben wir in Hannover.

 

Durch die Herausforderungen der Kindererziehung entwickelte sich bei mir eine zunehmende Neugier, die Hintergründe von Konflikten, und damit den konstruktiven Umgang mit solchen, besser verstehen zu wollen. Ich absolvierte deshalb eine Ausbildung zur Mediatorin. Die Beschäftigung mit Kommunikation eröffnete mir neue Horizonte und fasziniert mich weiterhin. Sehr gewinnbringend finde ich beispielsweise die „Gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg. Konkret faszinieren mich dabei vor allem das bewertungsfreie Beobachten und das aktive Zuhören die zusammengenommen das Verständnis für andere Menschen wesentlich erleichtert.

 

2015, im „Sommer der Migration“, entschloss ich mich für freiwilliges Engagement in der Flüchtlingshilfe. Neben der Erfüllung durch die Begegnungen mit Menschen aus verschiedensten Ländern und Kulturen schöpfe ich meine Motivation aus meinem Wunsch und Bedürfnis unser gesellschaftliches Leben auf konstruktive Art und Weise aktiv mitzugestalten.

 

Mein persönliches, freiwilliges Engagement beläuft sich zumeist auf langfristige, alltagsnahe Begleitung einzelner Personen, die ich gewöhnlich in „meiner“ Flüchtlingsunterkunft in der Südstadt von Hannover kennenlerne. Letztes Jahr begleitete ich beispielsweise einen afghanischen Schutzsuchenden durch das Asylverfahren. Dies beinhaltete sowohl Anhörungsbegleitung als auch Anwaltskanzleisuche nach (leider) erhaltenem Ablehnungsbescheid und ging mir teilweise sehr unter die Haut. Seit er letzten Sommer in Osnabrück eine Ausbildung zum Elektriker aufnahm, und damit sein Aufenthalt als sicher angesehen werden kann, bin ich sehr erleichtert. Aus meiner Unterstützung ist er damit so gut wie rausgewachsen.

 

Nach seinem Wegzug verlagerte sich mein Engagement zu einem seiner Freunde, welcher, ohne jegliche vorausgehende Schulbildung in seiner Heimat, mit der anspruchsvollen Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker begann. Ich unterstütze ihn mit zahlreichen Nachhilfestunden vor allem in den technischen Fächern. 

 

2016 war ich maßgeblich an der Gründung einer Fahrradwerkstatt für Geflüchtete beteiligt (http://www.haz.de/Hannover/Aus-den-Stadtteilen/Waldhausen/Fluechtlinge-und-Helfer-packen-gemeinsam-an).

 

All das, was ich bewirken konnte, war mir nur durch die Unterstützung und Beratung zahlreicher Haupt- und Ehrenamtlicher im Flüchtlingskontext möglich. Zu Beginn war mein Netzwerk noch klein, doch mit der Zeit erweiterte sich der Kreis der Menschen, die ich zu all meinen Fragen konsultieren kann. Manche dieser Begegnungen hinterließen bei mir einen bleibenden Eindruck und haben mich auf meinem Weg inspiriert und bestärkt. Auch die Teilnahme an zahlreichen Fortbildungsangeboten für Freiwillige haben mir immer wieder neue Blickwinkel eröffnet und mich weiter gebracht.

 

Umso mehr freut es mich, dass ich durch Seminarleitung für Freiwillige meine Erfahrungen in der Flüchtlingsunterstützung mit meinen Kompetenzen der Kommunikation verbinden kann und damit selbst Teil des Unterstützernetzwerkes sein kann.

 

Ich freue mich auf Ihre Anfrage.

 

wolpensinger.mediation(at)posteo.de

01747924403

 

 

Hier eine Liste möglicher Seminarbausteine

  • Konkrete Situationen und Problemstellungen - Lösungsansätze im Team gemeinsam erarbeiten (Kollegiale Beratung).
  • Begleitung mit Gegenwind - Umgang mit der zunehmenden sozialen Kälte und Ablehnung von Geflüchteten.
  • Hohe Erwartungen an mich selbst? - Was kann ich realistisch schaffen?
  • Achtsamkeit und Selbstfürsorge. Was tun, wenn es mir den Schlaf raubt? Grenzen erkennen und Erkundung der eigenen Kraftquellen.
  • "Das hatte ich mir anders vorgestellt." - Umgang mit Frustration im Engagement.
  • Begleitung beenden - Wie kann das gehen?
  • Kulturelle Missverständnisse vorprogrammiert - Wege zum Umgang mit Missverständnissen finden.
  • Was ist aus meinem Freundeskreis geworden? - Wenn das Engagement sich den Alltag zu eigen macht.
  • Der steinige Weg - Hilflosigkeit und Frust im Dschungel der Gesetze und Regelungen.
  • "Das muss "man" doch so machen!" - Kritische Reflexion von gesellschaftlichen Normen, Zwängen und eigenen Glaubenssätzen.
  • Selbstreflexion - Woraus schöpfe ich meine Motivation? Was sind meine Erwartungen an mich, an meinen Gegenüber?
  • Jedes "Nein" ist gleichzeitig ein "Ja" für etwas anderes. Das "Ja" hinter dem "Nein" finden.
  • Was macht gute Kommunikation aus? Gute Kommunikation hat weniger mit Reden zu tun als mit Zuhören. Doch wie geht das?
  • "Lass uns sachlich darüber reden." - Gut gemeint, doch nicht zielführend. Ohne Gefühle gibt es keine Konflikte. Demnach ohne Einbeziehung der Gefühle keine Konfliktlösung.

 

Dies ist eine Auswahl von möglichen Themen und soll dazu dienen die weitere Ideensuche zu inspirieren. Ich freue mich über weitere Vorschläge und Wünsche.

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© Bettina Wolpensinger